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Gemeinsam für Umweltschutz und Nachhaltigkeit

© Alli­anz Nach­haltige Uni­versi­täten in Öster­reich

Fortschritt durch Kooperation: Allianz Nachhaltige Universitäten in Österreich

Die Allianz Nachhaltige Universitäten in Österreich wurde vor mehr als 10 Jahren als informelles Netzwerk gegründet, um Nachhaltigkeitsthemen stärker an den Universitäten zu verankern. Inzwischen sind 20 der 23 öffentlichen Universitäten Österreichs Mitglied der Allianz. Im Zentrum der Zusammenarbeit stehen der Austausch, das Vernetzen und das Nutzen von Synergien.

Universitäten, die den Weg zu mehr Nachhaltigkeit bestreiten wollen, stehen immer wieder vor Herausforderungen und Fragen. Genau hier setzt die Allianz an und fördert u.a. durch regelmäßige Treffen der Expert:innengruppe die Möglichkeit voneinander zu lernen und an Fragestellungen zu arbeiten. So muss das Rad nicht immer wieder neu erfunden werden und die nachhaltige Transformation der Universitäten kann schneller vorangehen. 


Expert:innengruppe auf dem Weg zu einer Nachhaltige Universität–Klausur. © Elena Beringer

Arbeitsgruppen fokussieren auf inhaltliche Schwerpunkte

Die Arbeit der Allianz orientiert sich zudem am Whole Institution Approach – dem Begreifen der ganzen Universität mit all ihren Teilbereichen: Lehre, Forschung, Betrieb, Organisationskultur, Governance und der sogenannten „Third Mission“ oder gesellschaftlichen Verantwortung. Um dem gerecht zu werden, findet viel des inhaltlichen Austausches und das Entwickeln von Ideen in thematischen Arbeitsgruppen statt. Heuer sind bisher 11 Arbeitsgruppen aktiv. Diese reichen von Themen wie Mobilität, Klimaneutralen Universitäten & Hochschulen über Bildung für Nachhaltige Entwicklung bis hin zu Kunst & Nachhaltigkeit, Biodiversität und Studierende.
 
In den Arbeitsgruppen werden Leitfäden entwickelt, Projekte durchgeführt oder ähnlich wie in der Expert:innengruppe vor allem der Austausch und das Vernetzen zu den spezifischen Themen in den Fokus genommen. 2024 sind beispielsweise ein Leitfaden zur Förderung von Biodiversität am Campus von Universitäten und der „Nachhaltigkeitskompass für Studierende“ erschienen.
 
Ein erfolgreiches Projekt, dass 2025 bereits in die vierte Runde geht ist das „Zertifikat für Hochschullehrende Bildung für Nachhaltige Entwicklung“, kurz BNE-Zertifikat für Hochschullehrende, bei dem Lehrende Grundlagen, Methoden und Tools zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung lernen. So können diese ihre eigenen Lehrveranstaltungen im Sinne der BNE weiterentwickeln und Studierenden Zukunftskompetenzen („Future Literacy“) vermitteln.

ClimCalc – das Tool für klimabewusste Universitäten und Hochschulen

Ein weiteres herausragendes Ergebnis der Zusammenarbeit innerhalb der Allianz ist das entwickelte Tool „ClimCalc“. Dieses findet Antworten auf die Frage, wie man den Klimaschutz in der eigenen Organisation konkret und wirksam vorantreiben kann. Eine der wichtigsten Grundlagen dafür: die systematische Erfassung von Treibhausgasemissionen. Denn nur, was man misst, kann man auch verbessern.
 
Das Projekt ClimCalc von BOKU, TU Graz sowie dem Umweltbundesamt und finanziert vom Bundesministerium für Bildung zeigt, wie eine strukturierte THG-Bilanzierung im Bildungsbereich funktioniert und bietet spannende Impulse auch für Unternehmen und Institutionen, die noch am Anfang ihrer Klimastrategie stehen.
 
ClimCalc ist ein praxiserprobtes Excel-Tool zur Erfassung und Auswertung von Treibhausgasemissionen, das seit 2015 an österreichischen Universitäten und Hochschulen zum Einsatz kommt. Es basiert auf dem Greenhouse Gas Protocol, wird laufend aktualisiert und ist kostenfrei nutzbar. Über 21 Universitäten und Hochschulen in Österreich haben mindestens eine THG-Bilanz mithilfe von ClimCalc erstellt. Weitere 13 Institutionen sind aktuell in der Erstellung oder planen eine Bilanz. Viele dieser Einrichtungen haben auf dieser Basis Roadmaps zur Klimaneutralität entwickelt und setzen konkrete Maßnahmen zur Emissionsreduktion um.
 
Neben der technischen Anwendung steht auch der begleitende Support im Vordergrund: Schulungen, Workshops und individuelle Beratung machen ClimCalc zu einem umfassenden Klimaschutzpaket.
 

Weiterführende Informationen

 

Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft
Stubenring 1, 1010 Wien, - E-Mail: emas@bmluk.gv.at

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